funciona?

von Ri Ker am 17. Februar 2010

Not macht erfinderisch. Sagt man doch so, oder? Nicht nur die Not, auch Unkenntnis, Kreativitaet, Unfaehigkeit, Mexiko laesst erfinden.
Welcher Grund auch immer hier angemessen ist, wie kocht ihr eigentlich euren Kaffee? Wie wascht ihr eure Waesche und gibt es noch Flaschenzuege?

Eins nach dem anderen. Morgens nach dem aufstehen fuehrt mein erster Weg fast immer in die Kueche um Kaffee zu kochen. Eigentlich fuer mich aber ich bereite vorsorglich mindestens acht Tassen vor  um beduerftigen gerade Erwachten den Tagesanfang zu erleichtern. Normalerweise hab ich jetzt ca. 10 Minuten Zeit, um z.B. Zaehne zu putzen, Bett zu machen /hahaha/ oder Zeitung zu lesen /pfihihihi/. Nicht hier.
Sara aus Italien hat letztens die Kaffeekanne fallen lassen und ist inzwischen ausgezogen. Das ist nicht weiter schlimm, da es genug Behaelter gibt in welchem man den Kaffee sammeln kann. (In der allergroessten Not schmeckt der Kaffee aus der Pfanne auch ohne Brot) Nur gibt es diesen nicht in der akribisch ausgemessenen Groesse wie im Original um den Knopf zu aktivieren, der die Fluessigkeit laufen laesst. Sonst bleibt alles Wasser im Filter stehen und laeuft irgendwann oben ueber.
Also muessen die 10 Minuten neben der Maschine verbracht werden um mit einem Loeffel (oder Messer, Gabel, Schneebesen) die Sperre zu deaktivieren. Funktioniert natuerlich nur wenn Kaffeefilter im Haus sind, im (relativ wahrscheinlichen) gegenteiligen Fall kann selbst eine aktive Fruehaufsteherin wie ich nicht aus der Tagesanfangpatsche helfen.

Wir haben eine Waschmaschine, d.h. ich kann theoretisch meine Waesche hier waschen. Folgender Arbeitsvorgang ist dafuer notwendig:

Ich schiebe die Waschmaschine Richtung Waschbecken und Steckdose, schliesse den Strom an und greife mir den 1 Meter langen Wasserschlauch der das Wasser vom Waschbecken in die Maschine transportiert. Dieses  lasse ich ca. 20 Minuten laufen bis die Sachen alle durchnaesst sind, fuege Waschpulver hinzu und drehe den (fehlenden) Knopf, der nur noch aus einer Metallspitze besteht mit der Zange eine Runde auf “an”. Ob es Unterschiede zwischen “heiss”, “kalt” und “empfindlich” im Programm gibt weiss ich nicht aber ich seh die Maschine immer halbvoll und programmiere gewissenhaft nach Bedarf. Das Wasser wird nach dem Waschgang durch den Schlauch in der Dusche entlassen und der selbe Vorgang wird – diesmal ohne Waschpulver – noch einmal durchgefuehrt umd die restliche Seife hinauszuspuelen. Nachdem auch das erledigt ist muss nur noch geschleudert und die Waesche aufgehaengt werden. Beim Schleudern sollte man den Raum verlassen und die Tuer schliessen und leider haben wir keinen Trockner, weder mechanisch noch elektronisch deswegen stellt sich hiermit die Hersusforderung entweder einen freien Platz auf der Waescheleine auf dem Dach zu finden, das Balkongelaender zu saeubern und aufzupassen dass die Sachen nicht vier Stockwerke in den Hof fallen oder Stuehle, Tueren und Duschvorhangstangen zu benutzen um das Zeug irgendwie trocken zu kriegen. Ach ja und die weissen Flecken vom Waschpulver muss man einfach ignorieren, ist ja schliesslich kein Dreck.

Wir haben genau zwei Moeglichkeiten um in die Wohnung zu gehen, ach was sag ich, klettern: entweder ganz klassisch durch das Treppenhaus oder ueber die Feuerleitern im Hof die sich durch Kuerze, Steilheit und Windung auszeichnen. Nicht der groesste Komfort aber schneller und sportlicher. Fuer uns junge und flinke Menschen kein Problem die hoechstens zweimal die Woche ein paar Tortillas und Kaese hochtragen muessen, aber was ist mit den armen Menschen, die uns mit Gastanks oder 20 Liter Wassergallonen versorgen? Dafuer wurde ein Flaschenzug eingerichtet um Effektivitaet und Schnelligkeit zu steigern. Leider ist das Seil abgerissgestel. Nun haengt seit zwei Jahren ein halber Meter Seil an einem rostigen Gestell und die Angestellten vom Gas- und Wasserwerk muessen wieder (wie frueher) nachdem sie ins Haus schreien wer was braucht den langen Weg per pedis klettern und kriegen nichtmal Trinkgeld dafuer.

Was dem Deutschen wohl aber am meissten schmerzt sind die Autobahnen hier. Man bezahlt Maut um den Strassenbau zu unterstuetzen und rattert doch immerwieder ueber knietiefe Schlagloecher. Das faellt dem Mexikaner natuerlich auch auf und er hat das Recht sich zu beschweren und sein Geld zurueckzufordern wenn er Schaden erlitten hat. Der Staat muss natuerlich reagieren um nicht in der Beschwerdenflut zu versinken und denkt sich folgende kostenguenstige und soforthelfende Massnahme aus: Maenner, die bezahlt werden dass sie auf der Ladeflaeche eines Lasters stehen, der ueber die benannten Probleme faehrt und 10 Sekunden anhaelt um die Maenner Asphalt in die Loecher schuetten zu lassen. Ein lustiger Anblick.

Das Gute daran ist, dass man frei ist zu improvisieren, Regeln durch freundliche Blicke zu entschaerfen oder die Hausverwalterin um Hilfe zu bitten wenn man aufs Dach klettern will.

Sara war uebrigens mal wieder da und wollte Kaffee trinken aber es gab keine Filter. Bis die Eltern (also meine) welche kauften  wurden diese durch Klopapier ersetzt. Not macht erfinderisch. Auch wenn sie durch Selbstverschulden kommt.

Aufgeschnappt

von deëll am 28. Januar 2010

Ossi durch Geburt – Sachse durch die Gnade Gottes

Das is ja mal ne Ansage. Oder aber um ein anderes Vokabular zu bemühen: ein Bekenntnis. G’fällt mir.

Feels like Home

von deëll am 18. Januar 2010

Kennt ihr das auch? Ihr hört ein Lied, und obwohl fast noch nicht gehört kennt man es doch. Oder das Lied kennt einen. Es fühlt sich so vertraut an, fast wie zu Hause.  So ging es mir jedenfalls die Tage.

Heute war es Anajo – Ich hol Dich hier raus.  Das ist so eine Art Berliner Schrummel-Pop. (nee, doch nicht Berlin. Würde aber hinpassen, find ich) Aber recht angenehm. Das Bekannteste von denen dürfte das Lied Honigmelone sein. Wahrscheinlich infiltriert vom Deutschrocksound der Neuzeit a la “Wir sind Helden” kommt mir das wie schon ewig bekannt vor. Abgesehen davon haben es mir die Synthieline und Harmoniespielereien voll angetan.

Gestern bin ich in Margo – Regrets versunken. Kann auch damit zusammenhängen, dass ich die letzten 3 Monate Konrad Küchenmeister hoch und runter gehört habe. Und “Moonlight”, welches auch so ein Seelenschmeichler ist,  schlägt  da schmiegt sich in die gleiche Kerbe.

Aber erstaunt war ich bei dem Album The Billi-Jane Tracks von Georg Neufeld. Ich hab mir das vor nem Vierteljahr zweimal angehört und kürzlich wieder. Einfach unglaublich. Wie schon immer gekannt. Ist vom Stil her lecker Lounge House mit einer kleinen Prise Ambient.
Das darf sogar runtergeladen werden. Stadtgrün ist ein Label, das unter der Creative Commons (CC) – Lizenz veröffentlicht. Die komprimierten Bedingungen sind: den Urheber (+Herkunfts-URL) anzugeben, keine Kasse damit zu machen und nach Weiterverarbeitung die gleiche Lizenz für den Vertrieb zu nutzen. Aber Urheberrechtsaktivismus ist ein eigenes Thema, welches ich demnächst auch mal anschneiden werde.

Erm, und die Überschrift hab ich von Basement Jaxx geklaut. Besagtes Gefühl hat sich da eher nicht eingestellt.

Vitamin Käse

von deëll am 11. Januar 2010

Eigentlich wollte ich mich ja mal so richtig köstlich über das materialistische Menschenbild echauffieren und dessen Dreistigkeiten anprangern. Davor bewahrt hat mich der Fund (an dieser Stelle ein Hoch auf meinen Mitbewohner) eines Käsekochbuchs im Bücherregal unserer Küche. Schon die Einleitung strotzte dermaßen von poetischen Kostbarkeiten, dass es einfach viel zu schön ist um es nicht teilen zu wollen:

Caesus et panis sunt optima fecula sanis. Zu deutsch etwa: Käse und Brot machen Wangen rot – eine jener sprichwörtlichen Redensarten, denen wir zunächst gar nicht recht trauen. Wollte man uns doch schon im zarten Kindesalter den abscheulichen Lebertran mundgerecht machen, indem man ihn als besonders gesund pries. Wohingegen alles, was herrlich schmeckte: die bunten Bonbons im hohen Glas des Krämers, der rohe Teig, heimlich aus der Schüssel geleckt, Senf und saure Gurken, all das überaus schlecht für die Zähne und ungesund für den Magen kleiner Kinder sein sollte.
Und den großen Kindern geht es nicht viel anders. In unserer Zeit des wirtschaftlich gelenkten Appetits galt oft über Nacht als schädlich, was gestern noch auf jedem Speisezettel zu finden war. Wir nahmen es zur Kenntnis und zogen den Gürtel um ein Loch enger. Kaum waren unseren Gelüsten keine Schranken mehr gesetzt, so zog drohend das Sternbild der Waage herauf. Wer etwas auf sich hielt, stellte sich dieses Sinnbild moderner Askese ins Bad und aß sich schlank nach irgendeinem Apostel. Und wieder war alles ungesund, was gut schmeckte. Da stimmt doch was nicht!
Lernen wir wieder mit Freude essen und die Speise dankbar als Gottesgabe empfinden, anstatt sie ängstlich auf unerlaubte Kalorien zu prüfen, hastig zu schlingen oder snobistisch zu überfeinern. Stelle ich mir die Speisen vor, die diese ursprüngliche Freude wieder in uns zu erwecken vermöchten, so sind es zumeist die einfachen, fast symbolhaften Dinge: der Laib Brot, kräftiges dunkles Bauernbrot, der Trunk Wein, herber, roter Landwein, und ein herzhafter Bissen mildtränenden Käses. Gleich sieht man dabei streunende Katzen durch das Lattengerüst der italienischen Reblaube streichen oder man riecht den weinigen Modergeruch der kühlen Grotte im Tessin.
Doch auch in den alltäglichen Bereich der eigenen vier Wände läßt sich mit etwas Phantasie und Beschwingtheit ein Schimmer jener ferienseligen Tafelfreuden herbeizaubern. Es genügt, den offenen Rotwein in eine Chiantiflasche abzufüllen, den Käse auf einem Zinnteller und das Brot auf einem schlichten Holzbrett aufzutragen. Ich weiß ein junges Paar, das also allabendlich bei Brot, Käse und Wein plauderte, bis es dunkel war, daß jedes des anderen Angesicht nur noch ahnte. Sie nannten das die Welt in Ordnung bringen und waren glücklich dabei. Denn alles, was bei Tage besehen kraus und schwierig schien, entwirrte und glättete sich in dieser gesegneten Dämmerstunde.
Wer weiß, vielleicht stünde es etwas besser um unsere arme Welt, wenn diese Art und Weise, die Käs- und Brot- und -Wangenrot-Weise, an allen Konferenztischen eingeführt würde.

aus: Die Kunst mit Käse zu kochen, von Margrit Diethelm, Ernst Heimeran Verlag, 1954. Auf diversen Buchverkaufsplattformen bereits für einen Euro zu erwerben.

Ich hoffe, nicht zu viel versprochen zu haben. Eine runde symbol- und bildhafte Sprache welche es versteht die Sinne zu stimulieren. Witz, Genuss und Entrüstung vereinend um zur besten Verdauung mit einem leckeren Stück kleiner Utopie zu schließen. So sehr ich auch das “Sinnbild moderner Askese” gelungen fand, stellte der “wirtschaftlich gelenkte Appetit” für mich die größere Reizphrase dar. Die Zeit ist ein halbes Jahrhundert weiter gelaufen, der Schlamassel der Gleiche geblieben.

Die Ursprünge des folgenden unnützen aber nachhaltig platzierten Produkts reichen sogar noch 20 Jahre vor Erscheinen des kleinen Kochbuchs, die Folgen aber bis in unsere Zeit hinein. Lasst mich euch ein kleines Lehrstück in Politik, Unternehmensstrategie und Demagozeption vorstellen:

Mitte letztes Jahr wurde auf irgendeinem Blog ein Artikel in der Baseler Zeitung verlinkt. (ich hab gesucht wie ein Wilder, entweder hat der Blog das wieder raus genommen oder ich hab mich durch eine Verkettung von Links zufällig dort hin manövriert) Es geht um die Geschichte von künstlich hergestelltem Vitamin C. Anhand der Doktorarbeit von Beat Bächi zeichnet der Schreiber nach, wie sich seit der Entdeckung der Synthese bis heute ein so riesiger Markt entwickeln konnte. Anfangs stellte La Roche in einer firmeninternen Studie fest, dass es keinen Sinn mache, Ascorbinsäure in die Produktpalette mit aufzunehmen, da sie nur gegen Skorbut sinnvoll eingesetzt werden könne, etwas deutlicher formuliert: weil Vitamin C nur gegen Vitamin-C-Mangel hilft. Es sollen sogar Tester des “Medikaments” häufiger an Grippe erkrankt sein, als Personen in der Placebo-Vergleichsgruppe.
Auf großen Radrundfahrten (Tour de France und Suisse) wurde den Sportlern öffentlichkeitswirksam das weiße Pulver zur Leistungssteigerung verabreicht und im 2. Weltkrieg war das Deutsche Reich (u.a. Stichwort: Gesundheit des Volkskörpers) für eine große Nachfrage verantwortlich. Als diese dann aus bekannten Gründen wegbrach, suchte man neue Absatzmärkte. Beim sogenannten Wunder von Bern (nein, ich verkneifs mir) soll der deutschen Nationalmannschaft Vitamin C gespritzt worden sein. Der Artzt glaubte zwar nicht an die physische Wirkung, wohl aber an die psychologische. Man experimentierte sogar mit vitalisierenden Nylonstrümpfen und Zigaretten. Und die Forschung an Ascorbinsäure als Treibstoff und Schießpulver wurde wohl erst 1990 eingestellt. Abgesehen von diversen Vitaminpräparaten hat sich heute synthetisches Vitamin C als Konservierungsmittel (E300) durch- und in unseren Köpfen als Wundermittel festgesetzt. Vor, während und nach allen Erkältungskrankheiten. Aber das soll man ja auch nicht unterschätzen. Etwas kritisch werde ich allerdings, wenn behauptet wird, dass gesunde Ernährung (respektive Nahrungsergänzungsmittel) helfe, ein besserer Mensch zu werden. Womit wir wieder am Anfang wären. Aber dazu ein anderes Mal.

Ich habe die Publikation nicht selbst gelesen sondern den Abriß aus diversen Rezensionen zusammengeklaubt. Eine Zusammenfassung von Bächi selbst hat Die ZEIT veröffentlicht. Einen anderen (etwas kürzeren, aber) lesenswerten Artikel habe ich beim ORF gefunden. Und den Artikel, den ich eeeeeeeeeewig gesucht hatte, hat zum Glück Placeboalarm im Portfolio gehabt.

Kleinigkeiten

von deëll am 4. Januar 2010

Einfach mal frei Schnauze übersetzen:

[Gespräch über "The Hobbit"]
<Lehrer> Did you get it roughly?
<Schüler 1> Was?
<Schüler 2> Ob wir alles gerafft haben.

(gefunden auf Totalbash)

Und nicht vergessen: Nur wer den Arsch offen hat, dem kann auch die Sonne raus scheinen.

neues Jahr – neues Glück

von deëll am 2. Januar 2010

Keine Sorge, wenn ihr alle schön lieb seid, dann artet das hier nicht zu einem Blog über pupsende Babys aus. Ich hab einfach den Quotenbeitrag an den Anfang des Jahres gesetzt und mir für heute stattdessen auf zwei Listen veranschaulicht, was dieses Jahr alles anstehen könnte:

• ein gesellschaftspolitisches Sachbuch schreiben
• mir zu meinem Geburtstag selbst den größten Hamburger schenken, den ich jemals gegessen habe
• eine Revolution vereiteln
• meinen Werkzeugkasten aufräumen
• ein komplettes Album Unterhaltungsmusik produzieren
• selber Käse herstellen
• selber Steckdosen und die dazugehörigen Leitungen verlegen
• eine Kommune aufbauen
• endlich mal den Kartoffelturm ausprobieren
• ein Studium abbrechen
• die Gravitationstheorie widerlegen
• ein Drehbuch schreiben
• nach Jerusalem wandern
• einmal die Haare kämmen
• im August Stollen backen
• in einer Podiumsdiskussion eine Wortmeldung abgeben
• einen Verlag gründen
• mir einen T-Shirt-Drucker zulegen
• schon zur Pfifferlingszeit ans Pilzesammeln denken
• Lobbyist werden
• eine Orangenplantage in Portugal kaufen (und schon mal für später den Verhau für die Ziegen bauen)
• eine wissenschaftliche Abhandlung über Nährstoffkreisläufe anfertigen
• den Traumzauberbaum als Comic malen
• Saxophon spielen lernen
• mich offiziell irgendwo an- oder abmelden

oder

• mehr kiffen
• länger schlafen

Das sind jetzt auch weniger die guten Vorsätze, sondern eher Anhaltspunkte, aufgeteilt in zwei Kathegorien, um den Überblick nicht zu verlieren. Manche Entscheidungen sollte man sich nämlich wirklich nicht all zu einfach machen.

- ohne Titel -

von deëll am 2. Januar 2010

Hach, irgendwie finde ich grad wieder mal niedlich ganz toll. Und wie so oft ist nom nom nom ein dankbarer Lieferant. Aber ich will mich mal lieber an die Faustregel “weniger Worte = mehr Wirkung” halten. Bitteschön:

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Weisheit regiert die Welt

von deëll am 31. Dezember 2009

Auf meiner Reise zu den südlichen Nachbarn unseres schönen Landes habe ich einige Impressionen mitgenommen. Wunderschöne Impressionen, beeindruckende Momente. Kuriositäten und Widersprüche. Ich hatte mir auch schon einige Satzfragmente zurecht gelegt, welche ich hier zum Besten geben wollte. Aber nach meinem “Ich muss erstmal abschalten”-Fernsehabend konnte ich mich nicht erwehren, folgende Allerweltsweisheit zu replizieren:

Ein chinesisches Sprichwort heißt auf Lettisch: “Geld regiert die Welt”

Das hat zwar jegliche Ambitionen zunichte gemacht, Philopoesie walten zu lassen, aber wenigstens ist wieder ein Tag vergangen, an dem alles gesagt wurde, was zu sagen war. Letztlich hätte ich sowieso etwas über das Klima geschrieben.

damals

von deëll am 27. Dezember 2009

Es gibt Tage, da überlege ich mir, was die damals eigentlich nochmal die ganze Zeit auf den Studentenpartys gehört haben, bevor die “White Stripes” auf den Plan getreten sind. Ich meine sogar die Zeit vor “Ruby Ruby Ruby Ruby (a-ha-ha-ha-a-aaa)”. Und das ist ja schon gefühlte 50 Jahre alt.

Heute hab ich bei einem Umzug auch ein paar Kisten angefasst. So von oben. Aber bevor ich mich ans Brötchen vertilgen machte, hab ich noch schnell in die “erm-den-Krempel-will-ich-nun-wirklich-nicht-auch-noch-in-meine-neue-Wohnung-schleppen”-Kiste geschaut. Und da fiel es mir plötzlich wieder ein. Genau in dem Moment als ich die Maxi

Lenny Kravitz – fly away

in den Händen hielt. Aaaaaaaahhh!!! Diese Schmerzen!

♪ ♫ Frö-hö-liche Weihnacht überall ♫ ♪

von deëll am 25. Dezember 2009

Apropos:

minimal

minimal

Weniger Kitsch geht nur noch ganz ohne…