Archive for the ‘crap’ Category

neues Jahr – neues Glück

von deëll am Samstag, Januar 2nd, 2010

Keine Sorge, wenn ihr alle schön lieb seid, dann artet das hier nicht zu einem Blog über pupsende Babys aus. Ich hab einfach den Quotenbeitrag an den Anfang des Jahres gesetzt und mir für heute stattdessen auf zwei Listen veranschaulicht, was dieses Jahr alles anstehen könnte:

• ein gesellschaftspolitisches Sachbuch schreiben
• mir zu meinem Geburtstag selbst den größten Hamburger schenken, den ich jemals gegessen habe
• eine Revolution vereiteln
• meinen Werkzeugkasten aufräumen
• ein komplettes Album Unterhaltungsmusik produzieren
• selber Käse herstellen
• selber Steckdosen und die dazugehörigen Leitungen verlegen
• eine Kommune aufbauen
• endlich mal den Kartoffelturm ausprobieren
• ein Studium abbrechen
• die Gravitationstheorie widerlegen
• ein Drehbuch schreiben
• nach Jerusalem wandern
• einmal die Haare kämmen
• im August Stollen backen
• in einer Podiumsdiskussion eine Wortmeldung abgeben
• einen Verlag gründen
• mir einen T-Shirt-Drucker zulegen
• schon zur Pfifferlingszeit ans Pilzesammeln denken
• Lobbyist werden
• eine Orangenplantage in Portugal kaufen (und schon mal für später den Verhau für die Ziegen bauen)
• eine wissenschaftliche Abhandlung über Nährstoffkreisläufe anfertigen
• den Traumzauberbaum als Comic malen
• Saxophon spielen lernen
• mich offiziell irgendwo an- oder abmelden

oder

• mehr kiffen
• länger schlafen

Das sind jetzt auch weniger die guten Vorsätze, sondern eher Anhaltspunkte, aufgeteilt in zwei Kathegorien, um den Überblick nicht zu verlieren. Manche Entscheidungen sollte man sich nämlich wirklich nicht all zu einfach machen.

Die allererste Urfassung

von deëll am Donnerstag, Dezember 17th, 2009

Manchmal läufts echt dumm. Man hat so eine richtig gute Idee, aber diverse am Produktionsprozess Beteiligte vereiteln die am meisten erfolgsversprechenden Geistesblitze. Wie ich nun gerne an folgenden zwei Beispielen verdeutlichen möchte:

1. Wham – Last Christmas

Eigentlich wollten die Jungs nur eins: Ein Musikvideo, welches mit den Lyrics Hand in Hand geht, verschmilzt, ein Symbiont wird. Nur mit dem nihilistischen Produzenten hatten sie nicht gerechnet. Unveröffentlichten Protokollen zufolge soll sich dieser in Tiraden ergangen haben, welche mit den Fragmenten “das ganze Geld versoffen”, “eine Frechheit”, “was habt ihr eigentlich die ganze Zeit getrieben”, “und ich bezahle auch noch die Schneehütte”, “da muss was mit Herz her” und “sonst wird das Weihnachtsgeld gestrichen” in aller Kürze treffend skizziert werden können. Na gut. Was dann folgte, können/ müssen wir uns jedes Jahr aufs Neue antun. Zum Glück gibt es bei Burger King diese Jukeboxen nicht mehr, sonst müssten wir das noch viel öfter. Aber es existiert noch ein Videoband der Rohfassung, welche ich auf tmi gefunden habe:

YouTube Preview Image
Zum Glück!

2. Rambo – Das Original

Genauso dramatisch und doch ganz anders im zweiten Fall. Völlig berechtigt gibt es ständig Beanstandungen an deutschen Synchronfassungen im internationalen Film. Aber das hier schlägt dem Faß den Boden aus: original in Deutsch abgedreht und auf Umwegen wieder zurücksynchronisiert. Da passt gar nichts mehr. Ich kann mir das nur am Beispiel eines mittelkomplexen deutschen Satzes erklären, welcher via Googleübersetzungssoftware auf Chinesisch -> Spanisch -> Japanisch -> Englisch und dann wieder auf Deutsch übersetzt wurde. Geht gar nicht anders. Leider ging dabei viel vom Inhalt verloren.  Um Jockey Monika live, original und in Farbe betrachten zu können, bitte direkt auf Youtube gehen. Geht auch nicht anders.

Rezept und die Transkription gibts hier.

Wichtige Eilmeldung

von deëll am Freitag, Dezember 11th, 2009

*Gähn* Bevor sich Fragen über meine außerordentlich lange Abstinenz (die längste seit Beginn dieses Blogs) häufen, möchte ich selber den mutigen Schritt nach vorne gehen um Aufklärungsarbeit zu leisten. Obskuren Gerüchten zufolge soll mein Leben dermaßen langweilig sein, dass ich nichts zu schreiben habe bzw. dermaßen stressig, dass keine Zeit zum bloggen bleibt. Dem ist nicht so! (ich distanziere mich hiermit … bla bla bla) Die Wahrheit ist hier auch nicht – wie so häufig – in der Mitte zu finden, sondern völlig banal anders. Ich habe Winterschlaf gehalten. Da ich aber hungrig wurde, bin ich aufgewacht und zum Kühlschrank getappst. War nix drin. Schade.

Aber ich habe was anderes gefunden. An einem Ort, der auch mit K anfängt.

YouTube Preview Image

Ich verbitte mir jeglichen Vergleich.

das Nachwort zum Sonntag

von deëll am Dienstag, November 17th, 2009

Oh ja! Das war ein richtig lohnenswertes Wochenende. Also eigentlich ein halber Partymarathon. Unter anderem. Und mit den üblichen Nebenerscheinungen. Und so kam es, dass mir an einem typischen lazy sunday neben fettleibigen Wohlstandsinformatikern auf Schwebemofas auch andere Dinge durch den Kopf gingen, die sogar halbwegs einen Sinn ergaben. Zum Beispiel fiel mir auf, dass der Wortschatz unserer Umgangssprache ein reichhaltiges Angebot an Synonymen für “Nerven” bietet, wenn einem “Du gehst mir auf die Nerven” schon langweilig geworden ist, da man den Satz zu oft benutzt hat. Und ich begann zu sammeln:

Du gehst mir auf/ das geht mir auf …
• den Geist
• den Keks
• den Kranz
• die Ketten
• die Nüsse
• den Sack
• den Schrank
• den Sender
• den Senkel
• den Wecker
• den Zeiger
• den Zünder

Den Versuch eine Analogie zu “Ich liebe Dich” herzustellen habe ich dann auch nach kurzer Zeit erfolglos abgebrochen, um mich in meinem pessimistischen Weltbild bestätigt zu sehen. Aber da ich nun eine ganze Latte an Begriffen aufgereiht hatte, machte ich mich daran, diese auch auszuwerten. Um innere Zusammenhänge herzustellen oder so. Mir dessen bewusst, dass ich nur eine Auswahl getroffen hatte, welche mit der nötigen Kreativität auf beiden Seiten des Vulgaritätssprektrums noch beliebig ergänzt werden kann, befleißigte ich mich, diese als representativ zu deklarieren. Also konnte ich konstatieren:

• 25% enden auf -er
• ein Drittel beginnt mit “S”
• Es gibt nur halb so viele Anfangsbuchstaben wie Alternativbegriffe
• 83,3% sind maskulin oder werden im Singular benutzt (das logische “Oder” bzw. die Adjunktion “v”)
• 100% (alle) werden im Akkusativ (4. Fall) angewandt

Na gut, der Ansatz war also nicht so fruchtbar. Da die Sorgfalt statistischer Untersuchung nicht zielführend war, ließ ich die Gedanken schweifen. Und plötzlich: da war sie! Die Erleuchtung!

Alle Bezeichnungen lassen sich auf das Fahrrad und seinen Fahrer anwenden. Alle. Unter einer Voraussetzung. Okay, sie mag mehrschichtig sein, aber unter einer Voraussetzung: In Ermangelung eines Autoführerscheins fährt einer seinen Umzug auf einem mit Benzinhilfsmotor, Werkzeugtasche aus Jute (trotz des schweren Steckschraubenschlüsselsatzes) und Analogtachometer (die Akribie zur Spracherhaltung in Sachen “Nadel” vernachlässigend) aussgestatteten Fahrrad, während im Lenkerradio “der Picknicker” läuft. Und der Grund, dass sich sein unzureichend geschnürter Schuh in der Nähe der Tretkurbel verfängt, ist auch der gleiche, warum er sich sicherheitshalber im Handy die Alarmfunktion gestellt hat: er musste sich unbedingt die Kante mit Birnenobstler geben. Womit der Kreis auch geschlossen wäre.

War ja gar nicht so schwer. Und mit meinem neuen Wissen warum die Welt so ist, wie sie eben ist, bin ich dann glücklich und zufrieden eingeschlafen…

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von deëll am Donnerstag, Oktober 29th, 2009

Zum Ernst des Lebens hab ich natürlich auch was zu sagen. Aber warum nen langen Aufsatz schreiben, wenn man doch alles in zwei markante Zeilen pressen kann. … Aber lesen Sie selbst:

Suche: eierlegende Wollmilchsau
Biete: Traumprinz