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Marias Welt

von deëll am Dienstag, November 10th, 2009

Ich hab mal irgendwo gelesen, dass die Blogosphäre ne ganz tolle Geschichte sei. So rein virtuell und unverbindlich. Flexibel und mit ungeheuerer Durchschlagskraft. Nach dem Motto: gemeinsam regt’s sich besser auf.

Dachte ich mir dabei: super! Will ich auch – kann ich auch. Ich mach mir nen Blog und trete ein in diese wunderbare Welt! Tausend bunte Bildchen und jeder darf machen, was er will.

Aber warte mal. So einfach ist das nämlich gar nicht. Das fängt an bei Ping-, Feed- und Trackbacks und findet bei der absoluten Anarchie noch lange kein Ende.

Die nackte Wahrheit ist: Du brauchst Links! Und zwar ungefähr im 6-stelligen Bereich. Allerdings hat die Sache einen kleinen Haken: Das nützt dem eigenen Geltungsbedürfnis so gut wie nichts wenn man diese auf der eigenen Site unterbringt. Es müssen stattdessen Links  von anderen Blogs, Newsgroups, Hobbyseiten oder allem Anderen was aus brauchbarem html-code besteht auf DEINE Adresse verweisen.

Und das ist ne echte Crux. Ich kann schlecht hingehen und sagen: “Hey Johnny! Mach ma!” Ich kenn den nichtmal flüchtig und er mich schon gar nicht. Ich kann zwar sagen: “Hey Mari! Mach Du ma!” Aber das tangiert des Pudels Kern nichtmal peripher.

Also: ich mach das mal lieber wie der Otto-Normal-Blogger: Am Tag ist irgendwas ungeheuer (………..)* passiert, ich teile das allen mit und wenns passt, kommt dann nochn Link dabei. In manchen Kreisen würde man das wohl als angemessenes Verhalten bezeichnen.

Na denn mal los:

Letztens beim gepflegten Mittwochsbrunch erfuhr ich von meinem charmanten Gast (heißt es heute genderechterweise “meine Gästin”?) überraschenderweise, dass ihre Schwester ne Homepage hat. Hätt ich mir eigentlich denken können: Hintergrundinfos von Awacs bis Zwangsimpfung, praktische Widgets (Live-Fahrplan) auf dem Laptop und Reifenwechsel inklusive aller nötigen Randnotizen via Google-Fernstudium erlernt. Jaja, das isse, die Mari.

Und da schau ich heute erwartungsvoll, was mich wohl erwarten wird und freu mich gleich noch mehr: Es geht um Essen! Meine Lieblingsvorspeise war die hier. Wobei ich irgendwie bisher dachte, dass Schwips ein ursächsischer Ausdruck sei. Davon weiß Wikipedia allerdings nix. Hat jemand bessere Links?

Naja, nen Geheimtipp hab ich noch für alle Rezeptesucher: gourmandise yourself ;) (der war dermaßen blöd, da musste ein Smilie dahinter)

Und Mari: ich hab Dich jetzt im Feed und freu mich schon auf Dein nächstes Experiment. Und allen Anderen: Viel Spaß auf Marias Welt!

* folgende Wörter dürfen frei nach dem eigenen Vorurteil eingesetzt werden:

:Dramatisches, Belangloses, Herzzrerreißendes, Grandioses, Lustiges, Wichtiges, Lobenswertes, Weltbewegendes, Grausames, Langweiliges, Trauriges, Entsetzliches, Tragödisches

am Rande…

von deëll am Mittwoch, Oktober 21st, 2009

… des Wikipediagrabenkampfes:

ich weiß gar nicht wie geil ich das grad finden soll, bzw was daran nun das allergeilste ist. Aber erstmal ein kurzer Abriss:

es dreht sich hauptsächlich darum, dass an Wikipedia Menschen arbeiten. Und wenn ich Menschen sage, so meine ich alle Mitwirkenden: Autoren, Moderatoren, Provokateure, Admins und noch einige mehr. Und diese Menschen haben ihren Stolz. Und der darf nicht angekratzt werden. Stein des Anstoßes ist zur Zeit (oder mal wieder) das sog. Relevanzkriterium. Das ermöglicht Moderatoren, Artikel zu löschen, die diesem nicht genügen. Aber Vorsicht! Das hats nämlich so in sich. Wen das genauer interessiert: Fefe sammelt fleißig Vergehen. Zu lesen aus der Sicht eines (enttäuschten) Idealisten. Netzpolitik bleibt eher sachlich. Und: der Streit ist nicht neu, wurde mehr intern geführt, schlägt aber nun etwas größere Wellen.

Aber nun kommts:

mit dem Totschlagargument “wissenschaftlich erwiesen” wird in der Löschdiskussion der Löschantrag eines Eintrags zu einem Blog mit einem Link auf einen Blog begründet, welcher verkündet, dass Blogs keine zitierfähigen Quellen sind. *gnihihi*

Und das ist einfach so fantastisch, weil ich gar nicht weiß, wer sich in diesem Moment am allermeisten selbst diskreditiert. Ob nun mit einem selbstironischen Zwinkern oder in blinder Raserei ist dabei belanglos.

Das sind die Witze, wo ich nicht weiß wo ich anfangen soll zu lachen, denn je weiter man drüber nachdenkt um so obskurer wird alles. Und weil das anstrengend sein kann, bleibt mir das Lachen irgendwo in der Magengrube dann meist auch stecken.

und weils so schlecht zu erklären ist, gibts die Links ganz nackt dazu:

Es geht um  diesen Eintrag. In der Löschbegründung ist folgender Link: blogs sind als Quelle ungeeignet, das ist wissenschaftlich längst erwiesen (für die Doku :D )

und Fefe kommentiert wie die ganze Zeit schon. Aber darum gehts mir eigentlich gar nicht.